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Gedanken des Architekten zum Museums-Entwurf
"Das Steinskulpturenmuseum für die Fondation Kubach-Wilmsen in Bad Münster
am Stein ist geplant als Museum in der Landschaft, das die Natur und die ganze
Umgebung mit einbezieht.
Eine historische, regionaltypische Fachwerkscheune
wird auf dem Museumsgelände wiederaufgebaut und als Ausstellungsraum genutzt.
Die Scheune wird in ihrer ursprünglichen Bauweise errichtet - Lehmwände,
Holzfachwerk und Schieferdach - und fügt sich harmonisch in die Landschaft. Ein
Zwischengeschoss und mehrere Fenster werden der Scheune neu hinzugefügt und
verwandeln deren geschlossenes Interieur in einen lichtdurchfluteten Raum,
offen zur Natur.
Das Fachwerkgebäude ist von freistehenden Mauern aus
hochwertigem Sichtbeton umgeben. Neues und Altes stehen sich in einem
dynamischen Wechselspiel gegenüber. Maueröffnungen werden rhythmisch in die Außenmauern eingefügt und
eröffnen Blickbeziehungen zwischen Architektur, Skulptur, dem Skulpturenpark und
der umgebenden Landschaft. Diese Mauern umgrenzen Museum und Terrassen auf
verschiedenen Höhen. Ein reflektierender Wasserspiegel charakterisiert den oberen
Skulpturenhof, eine Kiesfläche den unteren.
Die Besucher werden sich frei über das ganze Gelände
bewegen: entlang der Betonmauern, durch den Skulpturenpark, durch die
Museumshöfe und im Museumsgebäude selbst. Im Dialog zwischen Skulptur und Natur
werden die Menschen die Geschichte des Steins begreifen, die das künstlerische
Werk von Wolfgang Kubach und Anna Kubach-Wilmsen ausmachen."
Tadao Ando, September 2005 |